Saiten für historische Instrumente
Seit dem Mittelalter wurde in Europa Naturseide als Saitenseele verwendet. Mit dem Aufkommen feiner Metalldrähte war es Ende des 17. Jahrhunderts möglich geworden, blanke Saiten oder Seidenfäden mit dünnen drähten aus Eisen, Kupfer oder Bronze zu umspinnen.
Die Seide, deren Nachteile in großer Dehnbarkeit und hygroskopischem Verhalten bestanden, wurde seit 1946 mehr und mehr von Kuststoffen, wie Nylon und Perlon, verdrängt.
Heute setzen wir als Saitenkern mulitfile, hochflexible und gegen Feutigkeit und Temperatur unempfinliche Kunststoff-Fasern mit hoher Zugfestigkeit und geringer Dehnung ein. Dadurch sind wir in der Lage, insgesamt dünnere und somit elastischere Saiten mit ausgezeichneten Schwingungseigenschaften herzustellen.
Der allgemeine Vorteil umsponnerer Saiten, größere Elastizität und besseres Schwingungsvermögen, wird durch die Wahl der günstigsten Zugbeanspruchung der Seele hinsichtlich Zugfestigkeit und tatsächlicher Saitenspannung noch gesteigert. Das Ergebnis sind Saiten von klarem, obertonreichem und strahlendem Klang, von hervorragender Sonorität und großer Brillianz.
Alles zum Thema historische Instrumente für Sie zusammengefasst. (PDF, 609KB)

